Visionen für Morgen

    Inhalt

     

    Christian Heinrich Zeller

    - Erzieher und Lehrer

    Der gehorsame Sohn studiert auf den Wunsch des strengen Vaters Jura. Zur Pädagogik kommt er erst, als der Hofrat Christian David Zeller anerkennen muss, dass sein Sohn nicht zum Advokaten taugt, und er auf seine ehrgeizigen Pläne verzichtet: einen Zeller in die höhere Beamtenlaufbahn am Hofe zu bringen.

     Christian Heinrich Zeller
     

    So beginnen für Christian Heinrich 1801 die Lehr- und Wanderjahre als Erzieher und Lehrer mit den Stationen Augsburg (1801-1803), St. Gallen (1803-1809) und Zofingen (1809-1820). Zunächst als Hofmeister für einen adligen Zögling, dann als einziger Lehrer für dreizehn Bürgersöhne in St. Gallen, und zuletzt weitet sich sein pädagogisches Arbeitsfeld zum Direktor und Reformer des Stadtschulwesens in Zofingen.

    Ab 1802 beginnt er sich mit Pestalozzi zu beschäftigen. Nach einem Besuch in Burgdorf, 1803, in seiner ersten Vakanz in St. Gallen, ergreift ihn eine tiefe Pestalozzibegeisterung.

     

    Er erkennt, dass im Zentrum der Vorstellungen des Meisters nicht die Elementarbildung steht, die damals seinen Ruhm ausmachte, sondern die Menschenbildung, Pestalozzis Herzensplan, das Elend des Volkes zu mindern, wie er es in einem Bericht über seinen Besuch formuliert. Es ist die Zeit, in der Zeller noch an die Erziehung des Menschen durch Menschen glaubt ...