Mathematik im Alltag

    Inhalt

     

    Mathematik und Indien

    Vedische Mathematik - Das Kamasutra der Mathematik

     

    In Indien hat sich eine uralte Rechenmethode erhalten: die Vedische Mathematik. Ihre Formeln klingen wie Zaubersprüche - aber sie funktionieren. Mit ihnen rechnet ein Mensch so schnell wie ein Computer.

    Im Jahr 1971 fiel dem englischen Studenten Kenneth Williams ein seltsames Buch in die Hände: »Vedische Mathematik« war sein Titel, sein Autor hatte den unaussprechlichen Namen Bharati Krsna Tirthaji.

     Das Apfelmännchen
     

    In dem Buch war ein Foto von ihm, im Lotossitz, mit Ketten behangen auf einem Leopardenfell. Vedisch? Davon hatte Williams nie gehört. Aber mit Mathematik kannte er sich aus, er war in der Ausbildung zum Mathematiklehrer. Er fing an, das Buch zu lesen, studierte die Formeln - und staunte. »Es war einfach und raffiniert«, erzählt er, »wie ich mir perfekte Mathematik immer vorgestellt hatte.« In diesem Buch steckte eine mathematische Revolution, erkannte Williams. Er wartete darauf, dass die Koryphäen des Fachs sich daraufstürzen würden.

     MandelbrotBox - Schatz der Nibelungen ?
     

    Die Revolution kam - aber erst später. Zunächst beachtete niemand außer Williams das fremdartige Werk. Also vertiefte er sich weiter hinein, fand eigene Variationen und neue Anwendungen der darin beschriebenen Rechenmethoden.